Menschen mit seelischer Behinderung im Arbeitsleben 2015 von LWL - Integrationsamt

Weitere LWL - Integrationsamt Kataloge | Menschen mit seelischer Behinderung im Arbeitsleben 2015 | 68 Seiten | 2018-03-16

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lwl-integrationsamt westfalen menschen mit seelischer behinderung im arbeitsleben in 2015 aktualisierte fassung impressum herausgeber landschaftsverband rheinland lvr-integrationsamt 50663 köln autoren hans dieter gimbel systemische beratung duisburg kapitel 2.3 dr dieter schartmann lvr redaktion simone hengels verantwortlich landschaftsverband rheinland lvr-integrationsamt bearbeitung des nachdrucks für die schriftenreihe des lwl-integrationsamts westfalen petra wallmann und susanne wesselbaum-ukas lwl-integrationsamt westfalen aktualisierte und ergänzte auflage stand juni 2015 herstellung landwirtschaftsverlag gmbh hülsebrockstraße 2–8 48165 münster diese publikation wird im rahmen der aufklärungsmaßnahmen des lwl-integrationsamts westfalen beim ­landschaftsverband westfalen-lippe lwl kostenlos herausgegeben sie ist nicht zur wirtschaftlichen verwertung das heißt auch nicht zum weiterverkauf bestimmt unser beitrag zum schutz der wälder

medizinische und lebensgeschichtliche sichtweisen auf psychische erkrankungen und störungen   9 das bild eines kräfte-akkus veranschaulicht dies sehr deutlich man stelle sich vor dass alle menschen als kraftquelle einen „kräfte-akku“ besitzen mit dessen hilfe sie den beruflichen und privaten alltag bewältigen dieser kräfte-akku muss aber – wie jeder akku – immer wieder aufgeladen werden sowohl das privat als auch das arbeitsleben wirken mit kräfteraubenden und kräftespendenden aspekten auf den akku ein positiv auf den akku wirken positive erfahrungen beispielsweise bestätigung gute soziale kontakte das erleben der eigenen kompetenz regelmäßige ruhezeiten partnerschaft familie freizeitaktivitäten und vieles andere mehr kräfte-akku belastungen durch arbeit „normale“ schwankungsbreite energien aus dem arbeitsleben beginn der … … krise belastungen durch privatleben zugespitzte …

psychische erkrankungen am arbeitsplatz   15 psychische erkrankungen und behinderungen mögliche folgen auswirkungen und wechselwirkungen psychische erkrankungen/behinderungen funktionen aktivitäten gestört können zum beispiel sein – affektivität – antrieb – aufmerksamkeit – ausdauer – bewusstsein – denkinhalte/kontrolle des denkens – einsicht – emotionale stabilität – interesse – merkfähigkeit – motivation – orientierung – selbstvertrauen – selbstwertgefühl – urteilsfähigkeit – wahrnehmung gestört können zum beispiel sein aktivitäten – des täglichen lebens selbstversorgung körper und kleiderpflege ernährung – der kommunikation und interpersonelle aktivitäten aufnahme und pflege sozialer kontakte – im zusammenhang mit arbeit und schule – zur nutzung von medizinischen

acht grundregeln zum umgang mit seelisch kranken oder behinderten menschen 1 klarheit und transparenz der arbeitssituation die arbeitsaufgaben und abläufe sind klar und verständlich für die oder den betroffenen es ist besprochen wohin sie oder er sich bei fragen wenden kann bei geplanten veränderungen wird sie oder er rechtzeitig informiert 2 3  personelle kontinuität stabile beziehungen es gibt eine feste person die der oder dem betroffenen möglichst konstant als ansprechpartner zur verfügung steht das kann eine kollegin ein kollege die oder der vorgesetzte die vertrauensperson des schwerbehinderten oder auch ein mitglied des betriebs oder personalrats sein stabile und verlässliche beziehungen am arbeitsplatz werden angestrebt  konzeptionelle kontinuität klarheit über ziele und schritte die oder der betroffene weiß zu jeder zeit was geplant ist in bezug auf die lösung ihrer oder seiner probleme am arbeitsplatz in bezug auf die arbeit und

28   psychische erkrankungen am arbeitsplatz beratung des systems krankheit symptom behandlung „operation“ heilung ifd lösung problem behandlung kooperation quelle systemberatung gimbel der ifd kennt die vielfältigen hilfs und unterstützungsmöglichkeiten der rehabilitationsträger und des integrationsamts im folgenden einige der leistungen die für menschen mit behinderungen deren probleme im psychischen bereich liegen und für deren arbeitgeber von bedeutung sind qualifizierung ist im betrieb eine umsetzung nur möglich nach erwerb von zusätzlichen kenntnissen zum beispiel pc-fähigkeiten klärt der ifd die kostenübernahme durch das integrationsamt oder andere träger zum beispiel rentenversicherung arbeitsbegleitung/jobcoaching in manchen fällen kann die situation im betrieb durch arbeitsbegleitung gebessert werden beispielsweise begleitet eine ergotherapeutin für eine bestimmte zeit einen betroffenen mitarbeiter am

34  handlungsmöglichkeiten wenn der betroffene das gesprächsangebot ablehnt bleibt der führungskraft noch der hinweis auf andere gesprächspartner „wenn dinge sie belasten die sie mit mir als führungskraft nicht besprechen möchten können sie sich auch gerne an sozialberatung/br/pr/sbv und so weiter wenden.“ ebenso kann der vorgesetzte ansprechen dass er sich aus sorge um die weitere entwicklung selbst an andere stellen wenden möchte zum beispiel an die sozialberatung den br/pr oder die schwerbehindertenvertretung hier kommt es darauf an dem betroffenen gegenüber transparent zu handeln fürsorge plus arbeitsrechtliche schritte wenn keinerlei verbesserung der situation eintritt und die betroffene person nicht erkennen lässt dass sie selbst bereit ist nach veränderungen zu suchen bleibt der führungskraft in weiteren gesprächen nur noch die kombination von hinweisen auf beratungs und hilfsmöglichkeiten mit dem hinweis auf

viel diskutierte phänomene und krankheitsbilder   41 au-tage der mitglieder ohne rentner – burnout-syndrom z73 im zeitverlauf 2004 – 2013 nach geschlecht au-tage je 1.000 mitglieder ohne rentner 120 100 80 60 40 20 0 2004 2005 männer 2006 2007 frauen 2008 2009 2010 2011 2012 2013 gesamt quelle bkk gesundheitsreport 2014 s 114 allerdings ist das ausmaß der au-tage wegen burnout im vergleich zu dem anderer psychischer erkrankungen eher gering allein die zahl der au-tage wegen depressionen ist etwa 6 bis 8-mal so hoch dazu kommt dass der icd-code z73 nur in 15 prozent der fälle als alleiniger grund für die bescheinigte arbeitsunfähigkeit stand in den restlichen 85 prozent der fälle aber zusammen mit anderen psychischen – schwerpunktmäßig depressionen – oder körperlichen erkrankungen einherging schließlich ist noch zu berücksichtigen dass die altersgruppe 50 jahre und aufwärts besonders stark betroffen ist

viel diskutierte phänomene und krankheitsbilder   47 heit sorge über abnehmendes geistiges und körperliches wohlbefinden reizbarkeit freudlosigkeit depression und angst sind häufig der schlaf ist oft in der ersten und mittleren phase gestört es kann aber auch hypersomnie3 im vordergrund stehen somatisierungsstörung f45 charakteristisch sind multiple wiederholt auftretende und häufig wechselnde körperliche symptome die wenigstens zwei jahre bestehen die meisten patienten haben eine lange und komplizierte patientenkarriere hinter sich sowohl in der primärversorgung als auch in spezialisierten medizinischen einrichtungen wo viele negative untersuchungen und ergebnislose explorative operationen durchgeführt sein können die symptome können sich auf jeden körperteil oder jedes system des körpers beziehen der verlauf der störung ist chronisch und fluktuierend und häufig mit einer langdauernden störung des sozialen interpersonalen

54   adressen und ansprechpartner 6.  adressen und ansprechpartner lwl-integrationsamt westfalen anschrift postanschrift lwl-integrationsamt westfalen 48133 münster besucheranschrift von-vincke-straße 23 – 25 48143 münster telefon 02 51 5 91-01 zentrale fax 02 51 5 91-65 66 leitung des lwl-integrationsamts westfalen ulrich adlhoch telefon 02 51 5 91- 229 e-mail ulrich.adlhoch@lwl.org ansprechpersonen für begleitende hilfe/kündigungsschutz für die städte und kreise bottrop gladbeck gelsenkirchen hagen herne bochum unna hamm soest paderborn höxter kreis lippe ennepe-ruhr-kreis märkischer kreis hochsauerlandkreis kreis olpe kreis siegen-wittgenstein katja debus telefon 02 51 5 91-35 75 e-mail katja.debus@lwl.org für die städte und kreise borken coesfeld steinfurt dortmund münster warendorf gütersloh bielefeld herford

60   adressen und ansprechpartner fortsetzung integrationsfachdienste in westfalen-lippe märkischer kreis integrationsfachdienst paulmannshöher straße 19 58515 lüdenscheid hellersen fax 0 23 51 46 -3516 andreas schnippering telefon 0 23 51 46 -35 55 e-mail andreas.schnippering@ifd-westfalen.de kreis minden-lübbecke integrationsfachdienst hermannstraße 21 32423 minden fax 05 71 3 85 46 -18 martin meister telefon 05 71 3 85 46 -12 e-mail martin.meister@ifd-westfalen.de stadt münster integrationsfachdienst dahlweg 112 48153 münster fax 02 51 98 62 89 -15 annemarie stückenschneider telefon 02 51 98 62 89 -33 e-mail annemarie.stueckenschneider ifd-westfalen.de kreise paderborn und höxter integrationsfachdienst bahnhofstraße 1 33102 paderborn fax 0 52 51