Norwegen 2016/17 Neuauflage von Hurtigruten

Weitere Hurtigruten Kataloge | Norwegen 2016/17 Neuauflage | 164 Seiten | 2015-10-15

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Seite 161 von Norwegen 2016/17 Neuauflage

10 mitwirkungspflichten des reisenden 10.1 mängelanzeige wird die reise nicht vertragsgemäß erbracht so kann der reisende abhilfe verlangen der reisende ist aber verpflichtet dem reiseveranstalter einen aufgetretenen reisemangel unverzüglich anzuzeigen unterlässt er dies schuldhaft tritt eine minderung des reisepreises nicht ein dies gilt nur dann nicht wenn die anzeige erkennbar aussichtslos ist oder aus anderen gründen unzumutbar ist der reisende ist verpflichtet seine mängelanzeige unverzüglich der reiseleitung am urlaubsort zur kenntnis zu geben ist eine reiseleitung am urlaubsort nicht vorhanden sind etwaige reisemängel dem reiseveranstalter an dessen sitz zur kenntnis zu geben Über die erreichbarkeit der reiseleitung bzw des reiseveranstalters wird in der leistungsbeschreibung spätestens jedoch mit den reiseunterlagen unterrichtet die reiseleitung ist beauftragt für abhilfe zu sorgen sofern dies möglich ist sie ist jedoch nicht befugt ansprüche des kunden anzuerkennen 10.2 fristsetzung vor kündigung will ein kunde / reisender den reisevertrag wegen eines reisemangels der in § 615 c bgb bezeichneten art nach § 615 e bgb oder aus wichtigem dem reiseveranstalter erkennbarem grund wegen unzumutbarkeit kündigen hat er dem reiseveranstalter zuvor eine angemessene frist zur abhilfeleistung zu setzen dies gilt nur dann nicht wenn abhilfe unmöglich ist oder vom reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige kündigung des vertrages durch ein besonderes dem reisever­a nstalter erkennbares interesse des kunden  /  reisenden gerechtfertigt wird 10.3 gepäckverlust gepäckbeschädigung und gepäckverspätung schäden oder zustellungsverzögerungen bei flugreisen empfiehlt der veranstalter dringend unverzüglich an ort und stelle mittels schadensanzeige pir der zuständigen fluggesellschaft anzuzeigen fluggesellschaften lehnen in der regel erstattungen ab wenn die schadensanzeige nicht ausgefüllt worden ist die schadensanzeige ist bei gepäckbeschädigung binnen 7 tagen und bei verspätung innerhalb von 21 tagen nach aushändigung zu erstatten im Übrigen ist der verlust die beschädigung oder die fehlleitung von reisegepäck der reiseleitung oder der örtlichen vertretung des veranstalters anzuzeigen 10.4 reiseunterlagen der kunde hat den reiseveranstalter zu informieren wenn er die erforderlichen reiseunterlagen nicht innerhalb der vom reiseveranstalter mitgeteilten frist erhält 11 beschränkung der haftung 11.1 die vertragliche haftung des reiseveranstalters für schäden die nicht aus der verletzung des lebens des körpers oder der gesundheit resultieren ist auf den dreifachen reisepreis beschränkt a soweit ein schaden des kunden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder b soweit der reiseveranstalter für einen dem kunden entstehenden schaden allein wegen eines verschuldens eines leistungsträgers verantwortlich ist möglicherweise darüber hinausgehende ansprüche nach dem montrealer Übereinkommen bzw dem luftverkehrsgesetz oder dem athener Übereinkommen bleiben von der beschränkung unberührt 11.2 der reiseveranstalter haftet nicht für leistungsstörungen personen und sachschäden im zusammenhang mit leistungen die als fremdleistungen lediglich vermittelt werden z. b ausflüge exkursionen sportveranstaltungen theaterbesuche ausstellungen beförderungsleistungen vom und zum ausgeschriebenen ausgangs und zielort wenn diese leistungen in der reiseausschreibung und der buchungsbestätigung ausdrücklich und unter angabe des vermittelten vertragspartners als fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet werden dass sie für den reisenden erkennbar nicht bestandteil der reiseleistungen des reiseveranstalters sind der reiseveranstalter haftet jedoch a für leistungen welche die beförderung des reisenden vom ausgeschriebenen ausgangsort der reise zum ausgeschriebenen zielort die zwischenbeförderung während der reise und die unterbringung während der reise beinhalten b wenn und insoweit für einen schaden des reisenden die verletzung von hinweis aufklärungs oder organisationspflichten des reiseveranstalters ursächlich geworden ist 11.3 der passagier erkennt an und stimmt zu dass für den geplanten reiseverlauf und die angekündigten abfahrts und ankunftszeiten keine garantie besteht der reiseveranstalter behält sich vor ein geplantes schiff durch ein anderes zu ersetzen unabhängig davon ob der reiseveranstalter dieses schiff besitzt oder betreibt oder nicht jeder teil der reise unterliegt der annullierung verspätung Änderung oder stornierung von hafenbesuchen aufgrund von unbilden des wetters den herrschenden witterungsbedin­ gungen erfordernissen der sicheren schiffsführung navigation durch regulierte gewässer häfen und kanäle unvorhersehbaren ereignissen höherer gewalt arbeitskonflikten kriegen feindseligkeiten blockierungen explosion feuer kollision stranden sinken oder ausfall des schiffes oder einer störung oder beschädigung des schiffes oder seines rumpfes seiner maschinen oder armaturen – wie und wo auch immer dergleichen auftritt oder verursacht wird – oder unruhen aufruhr aufstand festnahme befehl oder zwang durch regierungsbehörden einschließlich aufgrund der handlungen von hafenbeamten beschlagnahme des schiffes politischen störungen handlungen oder bedrohungen durch terrorismus der unfähigkeit zur sicherung oder zum erhalt der versorgung einschließlich kraftstoff oder ausfall der versorgung streiks an bord oder an land airline-streiks anlegeschwierigkeiten stau zolloder einwanderungsbeschränkungen wegen der reisedokumente gesundheitszeugnisse oder nationalitäten der personen an bord anordnungen von bevollmächtigten suche und rettung medizinischer ausschiffung der besatzung oder der passagiere oder jeglichen anderen umständen die außerhalb der kontrolle des reiseveranstalters liegen wenn nach dem alleinigen ermessen des reiseseveranstalters erforderlich kann der reiseveranstalter Änderungen im reiseverlauf vornehmen außer wie in den punkten 11.1 und 11.2 festgelegt kann der reiseveranstalter von den passagieren nicht für schäden oder sonstige ansprüche im falle einer verspätung von Änderungen des reiseverlaufs oder der unfähigkeit zur durchführung der reise aufgrund des eintritts eines oder mehrerer der in diesem abschnitt beschriebenen ereignisse haftbar gemacht werden 12 ausschluss von ansprüchen 12.1 ansprüche nach den §§ 651c bis f bgb hat der kunde  /  reisende spätestens innerhalb eines monats nach dem vertraglich vorgesehenen zeitpunkt der beendigung der reise geltend zu machen 12.2 die frist beginnt mit dem tag der dem tag des vertraglichen reiseendes folgt fällt der letzte tag der frist auf einen sonntag einen am erklärungsort staatlich anerkannten allgemeinen feiertag oder einen sonnabend so tritt an die stelle eines solchen tages der nächste werktag 12.3 die geltendmachung kann fristwahrend gegenüber dem reiseveranstalter unter der in punkt 18 angegebenen anschrift erfolgen 12.4 nach ablauf der frist kann der kunde / reisende ansprüche nur geltend machen wenn er ohne verschulden an der einhaltung der frist gehindert worden ist 12.5 die frist aus 12.1 gilt auch für die anmeldung von gepäckschäden oder zustellungsverzögerungen beim gepäck im zusammenhang mit flügen gemäß ziffer 10.3 wenn gewährleistungsrechte aus den §§ 651c abs 3 651d 651e abs 3 und 4 bgb geltend gemacht werden ein schadensersatzanspruch wegen gepäckbeschädigung ist binnen 7 tagen ein schadensersatzanspruch wegen gepäckverspätung binnen 21 tagen nach aushändigung geltend zu machen 13 verjährung 13.1 ansprüche des kunden / reisenden nach den §§ 651 c bis f bgb aus der verletzung des lebens des körpers oder der gesundheit die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen pflichtverletzung des reiseveranstalters oder eines gesetzlichen vertreters oder erfüllungsgehilfen des reiseveranstalters beruhen verjähren in zwei jahren dies gilt auch für ansprüche auf den ersatz sonstiger schäden die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen pflichtverletzung des reiseveranstalters oder eines gesetzlichen vertreters oder erfüllungsgehilfen des reisever­ anstalters beruhen 13.2 alle übrigen ansprüche nach den §§ 651 c bis f bgb verjähren in einem jahr 13.3 die verjährung nach ziffer 13.1 und 13.2 beginnt mit dem tag der dem tag des vertraglichen reiseendes folgt fällt der letzte tag der frist auf einen sonntag einen am erklärungsort staatlich anerkannten allgemeinen feiertag oder einen sonnabend so tritt an die stelle eines solchen tages der nächste werktag 13.4 ansprüche aus unerlaubter handlung verjähren in drei jahren 13.5 schweben zwischen dem kunden  /  reisenden und dem reiseveranstalter verhandlungen über den anspruch oder die den anspruch begründenden umstände so ist die verjährung gehemmt bis der kunde / reisende oder der reiseveranstalter die fortsetzung der verhandlungen verweigert die verjährung tritt frühestens drei monate nach dem ende der hemmung ein 14 informationspflichten bezüglich der identität des ausführendenluftfahrtunternehmens die eu-verordnung zur unterrichtung von fluggästen über die identität des ausführenden luftfahrtunternehmens verpflichtet den reiseveranstalter den kunden über die identität der ausführenden fluggesellschaft sämtlicher im rahmen der gebuchten reise zu erbringenden flugbeförderungsleistungen bei der buchung zu informieren steht bei der buchung die ausführende fluggesellschaft noch nicht fest so ist der reiseveranstalter verpflichtet dem kunden die fluggesellschaft bzw die fluggesellschaften zu nennen die wahrscheinlich den flug durchführen wird bzw werden sobald der reiseveranstalter weiß welche fluggesellschaft den flug durchführen wird muss er den kunden informieren wechselt die dem kunden als ausführende fluggesellschaft genannte fluggesellschaft muss der reiseveranstalter den kunden über den wechsel informieren er muss unverzüglich alle angemessenen schritte einleiten um sicherzustellen dass der kunde so rasch wie möglich über den wechsel unterrichtet wird die „black list“ ist auf folgender internetseite abrufbar http ec.europa.eu / t ransport / modes / a ir / s afety / a ir-ban / i ndex_de.htm 15 pass visa und gesundheitsvorschriften 15.1 für reisen mit unseren postschiffen entlang der norwegischen küste mit ein und ausschiffung auf dem norwegischen festland ist ein personalausweis ausreichend für alle anderen reisen spitzbergen island grönland antarktis und europa müssen alle passagiere aus sicherheitsgründen einen gültigen reisepass ­vorlegen selbst wenn dies z.b wegen des schengenabkommens nicht nötig wäre der reisepass muss mindestens noch 6 monate nach reiseende gültig sein 15.2 der reiseveranstalter wird staatsangehörige eines staates der europäischen union in dem die reise angeboten wird über bestimmungen von pass visa und gesundheitsvorschriften vor vertragsabschluss sowie über deren evtl Änderungen vor reiseantritt unterrichten für angehörige anderer staaten gibt das zuständige konsulat auskunft dabei wird davon ausgegangen dass keine besonderheiten in der person des reisenden z. b doppelstaatsangehörigkeit staatenlosigkeit vorliegen 15.3 der kunde ist verantwortlich für das beschaffen und mitführen der behördlich notwendigen reisedokumente eventuell erforderliche impfungen sowie das einhalten von zoll und devisenvorschriften nachteile die aus dem nichtbefolgen dieser vorschriften erwachsen z. b die zahlung von rücktrittskosten gehen zu seinen lasten dies gilt nicht wenn der reiseveranstalter nicht unzureichend oder falsch informiert hat 15.4 der reiseveranstalter haftet nicht für die rechtzeitige erteilung und den zugang notwendiger visa durch die jeweilige diplomatische vertretung wenn der kunde ihn mit der besorgung beauftragt hat es sei denn dass der reiseveranstalter eigene pflichten schuldhaft verletzt hat 16 datenschutz die personenbezogenen daten die der kunde dem reiseveranstalter zur verfügung stellt werden elektronisch verarbeitet gespeichert und genutzt und zwar zur begründung durchführung und abwicklung des reisevertrages zur marktforschung zur erfüllung gesetzlicher bestimmungen und darüber hinaus zur zusendung von aktuellen informationen und angeboten des reiseveranstalters sofern der kunde solche informationen und angebote nicht erhalten möchte kann er der nutzung seiner daten zu diesen zwecken widersprechen und sich hierzu an die hurtigruten gmbh große bleichen 23 20354 hamburg wenden 17 ungültigkeit einzelner bestimmungen die unwirksamkeit einzelner bestimmungen dieser reisebedingungen hat nicht die unwirksamkeit der übrigen bestimmungen zur folge 18 reiseveranstalter hurtigruten gmbh große bleichen 23 20354 hamburg tel 040 874 088 55 e-mail ce.info@hurtigruten.com hinweis zur kündigung wegen höherer gewalt zur kündigung des reisevertrages wird auf die gesetzliche regelung im bgb verwiesen die wie folgt lautet „ § 651j 1 wird die reise infolge bei vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer gewalt erheblich erschwert gefährdet oder beeinträchtigt so können sowohl der reiseveranstalter als auch der reisende den vertrag allein nach maßgabe dieser vorschrift kündigen 2 wird der vertrag nach absatz 1 gekündigt so findet die vorschrift des § 651e abs 3 satz 1 und 2 abs 4 satz 1 anwendung die mehrkosten für die rückbeförderung sind von den parteien je zur hälfte zu tragen im Übrigen fallen die mehrkosten dem reisenden zur last.“  stand august 2015 61 allgemeine reisebedingungen reisende ungeachtet einer abmahnung des reiseveranstalters nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem maße vertragswidrig verhält dass die sofortige aufhebung des vertrages gerechtfertigt ist kündigt der reiseveranstalter so behält er den anspruch auf den reisepreis er muss sich jedoch den wert der ersparten aufwendungen sowie diejenigen vorteile anrechnen lassen die er aus einer anderweitigen verwendung der nie in anspruch genommenen leistung erlangt einschließlich der ihm von den leistungsträgern gutgebrachten beträge.