Bücher Herbst 2009 von Hentrich & Hentrich Verlag Berlin

Weitere Hentrich & Hentrich Verlag Berlin Kataloge | Bücher Herbst 2009 | 16 Seiten | 2017-06-28

Werbung

Seite 3 von Bücher Herbst 2009

neuerscheinungen bÜcher zur zeitgeschichte rebecca schwoch hrsg rebecca schwoch hrsg berliner jüdische kassenärzte und ihr schicksal im nationalsozialismus ein gedenkbuch berliner jÜdische kassenÄrzte und ihr schicksal im nationalsozialismus judith hahn rebecca schwoch anpassung und ausschaltung judith hahn und rebecca schwoch anpassung und ausschaltung die berliner kassenärztliche vereinigung im nationalsozialismus die berliner kassenärztliche vereinigung im nationalsozialismus ein gedenkbuch zwischen 1933 und 1938 entzog die standesvertretung der kassenärzte in berlin über 2.000 mitgliedern die zulassung weil diese „nichtarischer“ abstammung waren oder als politisch unerwünscht betrachtet wurden am 30 september 1938 wurde jüdischen Ärzten zudem die approbation entzogen womit sie nicht mal mehr als Ärzte galten mit einer jeder zeit widerrufbaren sondergenehmigung waren einige wenige von ihnen als „krankenbehandler“ tätig als solche versorgten sie die schrumpfende zahl von immer ärmeren jüdischen patienten was wurde aus diesen kassenärzten ihrer wirtschaftlichen existenz beraubt in zunehmender weise entrechtet und verfolgt sahen sich viele der betroffenen kassenärzte gezwungen mit ihren familien das land zu verlassen diejenigen die nicht emigrieren wollten oder konnten wurden in der mehrzahl ab oktober 1941 deportiert und zumeist getötet das vorliegende gedenkbuch dokumentiert auf grund vieler sehr heterogener quellen in kurzbiographien die schicksale von über 2.000 verfolgten berliner kassenärztinnen und kassenärzten und entreißt sie damit dem vergessen der entzug der kassenzulassung zwischen 1933 und 1938 bedeutete für kassenärzte die zerstörung ihrer wirtschaftlichen existenz und kam einem berufsverbot gleich verantwortlich war dafür die kassenärztliche standesvertretung bestehend aus dem großberliner Ärztebund und der berliner kassenärztlichen vereinigung angepasst an die ziele der nationalsozialistischen gesundheitspolitik exekutierte die standesvertretung bis 1938 allein in berlin die ausschaltung von über 2.000 ihrer mitglieder Ärzten wurde die zulassung entzogen weil sie „nichtarischer« abstammung waren oder als politisch unerwünscht betrachtet wurden wie diese ausschaltung jüdischer und politisch verfolgter kassenärzte durch die berliner standesvertretung im einzelnen vor sich ging wird hier trotz einer äußerst schwierigen quellenlage beschrieben dabei wird die organisatorische umgestaltung der standesvertretung – die errichtung der „verwaltungsstelle berlin der kassenärztlichen vereinigung deutschlands“ ab august 1933 – geschildert und die praktische politik untersucht nach der diese im „dritten reich“ verfuhr die darstellung der protagonisten berliner ärztlicher standespolitik zwischen 1933 und 1945 zeigt die weitreichenden konsequenzen ihres handelns für die betroffenen Ärzte ca 1100 seiten ca 250 abb festeinband ca g 38,– isbn 978-3-941450-08-0 ca 240 seiten mit abb und tabellen broschur ca g 19,80 isbn 978-3-941450-09-7 judith magyar isaacson erscheint 3 quartal 2009 »freut euch ihr lebenden freut euch« judith magyar isaacson »freut euch ihr lebenden freut euch« erinnerungen einer ungarischen jüdin Übersetzt und herausgegeben von gerda neu-sokol erinnerungen einer ungarischen jüdin Übersetzt und herausgegeben von gerda neu-sokol judith magyar isaacson erlebte in dem ungarischen städtchen kaposvár ihre kindheit und jugend sie wurde als jüdin nach auschwitz deportiert und in dem deportationslager hessisch-lichtenau befreit von ihrem bewegten leben erzählt die in den usa lebende autorin in diesem buch auch in den kurzen geschichten der letzten jahre spürt man eine heiterkeit und leichtigkeit des erzählens das aber auch zeigt wie schwer es ist den schrecken der erinnerung wieder und wieder ausgesetzt zu sein und doch ist es wunsch und bedürfnis der autorin die vielen toten aus ihrer vergangenheit nicht unbenannt zu lassen sondern sie immer wieder mit eigener stimme uns nachgeborenen vorzustellen und zu würdigen die spannung zweier tendenzen scheint die lebendigkeit des erzählens auszumachen das bedürfnis der autorin die vergangenheit zu vergessen ihre freude am leben am lesen und schreiben an den vielen freunden der großen familie sowie ihrem herrlichen garten – und immer wieder der wunsch der vielen opfer unter ihnen der geliebte vater und onkel zu gedenken ca 200 s div abb broschur ca g 19,80 isbn 978-3-941450-10-3 3