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Seite 7 von Heimkino von Excom AG7 Bildverbesserungs-Techniken Da digitale Bildgeräte mit fixer Pixelstruktur (Fixed-Pixel- Displays) gegenüber herkömmlichen Röhrenfernsehern prinzipiell Vollbilder (progressive) anstelle aufeinander folgender Halbbilder (interlaced) darstellen, muss systembedingt eine interne Interlaced- Progressive-Wandlung stattfinden. Dafür gibt es verschieden intelligente Lösungsansätze, die bei steigender Rechenleistung für verbesserte Bildqualität sorgen. Auch Bildverbesserungs-Schaltungen zeichnen für eine höherwertige Bildwiedergabe verantwortlich. Es gibt zwei verschiedene Arten von Bildmaterial, die der Videoprozessor in der Lage sein sollte zu unterscheiden: Videomode und Filmmode. Bei Videomode (auch Kameramode genannt) handelt es sich um klassisches Interlaced-Bildmaterial, das bereits im Halbbildverfahren von TV-Kameras aufgezeichnet wurde. Dies bedeutet, dass sich im Bild bewegende Objekte (beispielsweise der Schiedsrichter eines Eishockey-Spiels) von Halbbild zu Halbbild bewegen, also Bewegungen von Field zu Field stattfinden. Wird nun solches Videomaterial in ein Fixed-Pixel-Display eingespeist, betreibt es ohne intelligente Kameramode-Erkennung klassisches De-Interlacing, bei dem die beiden Halbbilder zu einem Vollbild verwoben werden. Das Problem: Da es sich bei dem Bildmaterial um echtes Interlaced- Bildmaterial handelt, weist ein bewegtes Objekt auch in jedem Halbbild eine andere Position auf, was bei einer Verwebung zweier Halbbilder mit temporär unterschiedlichem Inhalt zu hässlichen Kammartefakten führt (Bild 1). Intelligente Videoprozessoren (u.a. beim HT410/510) analysieren das Bildmaterial und betreiben bei eingespeistem Kameramaterial diagonale Zeileninterpolation. Dabei werden diagonal im Bild auftretende Objektkanten mittels Pixelinterpolation geglättet beziehungsweise abgesoftet , was Kammartefakte reduziert und dem Bild somit eine höhere Homogenität verleiht (Bild 2). Bei original Filmmaterial ist das Verweben zweier Halbbilder kein Problem: Da bei der Vollbildaufnahme ohnehin keine Bewegung zwischen den Frames auftritt, sondern sich Veränderungen im Bild nur von Filmframe zu Filmframe vollziehen, kann der Videoprozessor das zuvor vom DVD-Spieler zerteilte Vollbild wieder 1:1 zu einem vollständigen Filmframe verweben. Edge Adaptive Interpolation Bildverbesserung De-Interlacing Bereits vor fünfzig Jahren wurde unsere heutige Fernsehnorm PAL eingeführt, bei der mittels Halbbildübertragung Bildinformationen von A nach B transportiert werden. Ein PAL-Bild besteht aus 625 TV-Zeilen, wobei 576 den tatsächlichen Bildinhalt darstellen (aktive Zeilenzahl) und nacheinander mit 288 Zeilen pro Halbbild übertragen werden. Der erste Teil des Bildes (Field A) besteht aus den ungeraden Zeilen (1, 3, 5 etc.), während der zweite Teil des Bildes (Field B) von den geraden Zeilen dargestellt wird (2, 4, 6 etc.). Da die Halbbilder mit einer Bildwiederholfrequenz von 50 Hertz auf den Schirm geschrieben werden, entsteht für unser Auge der Eindruck, es handle sich um ein vollständiges Bild. Doch das System birgt verschiedene Tücken: Da exakt auf einer Bildzeile und somit in nur einem Halbbild befindliche Objekte auf dem Bildschirm erscheinen und beim Wechsel der Halbbilder wieder verschwinden, tritt Zeilenflimmern auf. Zudem kommt, dass immer nur ein Teil des Bildes auf dem Schirm zu sehen ist, was nur der Hälfte an Bildinformationen und somit der Hälfte an möglicher Bildauflösung entspricht. Während für das Kino Filme immer mit 24 Vollbildern (Frames) pro Sekunde aufgezeichnet und auch so auf DVD gespeichert werden, zerlegt ein herkömmlicher DVD-Spieler die Vollbilder wieder in Halbbilder, um sie für TV- Geräte verarbeitbar zu machen. Fixed-Pixel- Displays müssen nun zur korrekten Bilddarstellung die aufeinander folgenden Halbbilder wieder zu einem vollständigen Vollbild kombinieren (Interlaced-Progressive-Wandlung). Intelligente I/P-Wandler wie die in NECs HT- Projektor-Serie verweben zwei Halbbilder zu einem Vollbild Weaving ), wobei die Zeilen des ersten Halbbildes den Zeilen des zweiten Halbbildes hinzuaddiert werden (1,2,3,4,5,6 etc.). Auf diese Weise werden die PAL-Bilder mit 576 aktiven Zeilen auf der Leinwand dargestellt (Filmframe). = + Field A Field B Vollständiger Filmframe Bild 1 Bild 2[schliessen] |
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