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Seite 6 von Heimkino von Excom AGDer Verbindungsratgeber Projektionstechniken 6 HEIMKINO 10 04 Als Spezialist für den Präsentations- und Heimkinobereich hat sich NEC schon vor langer Zeit einen Namen gemacht. Während sich viele Projektorhersteller meist auf nur eine Projektionstechnologie spezialisiert haben, führt der japanische Display-Entwickler sowohl LCD- als auch DLP-Projektoren im Programm. HEIMKINO erläutert die Unterschiede zwischen LCD- und DLP-Projektion. DLP-Projektoren Mitte der neunziger Jahre kam die von Texas Instruments entwickelte DLP-Technologie (DLP = Digital Light Processing) auf den Markt. Bei dieser Projektionsmethode zeichnen tausende kleiner Mikrospiegel für die Bilddarstellung auf der Leinwand verantwortlich: Soll Licht auf der Leinwand erscheinen, dann kippen die sich auf einem Halbleiterchip Digital Micromirror Device , kurz DMD) befindlichen Spiegelchen in Richtung Objektiv und reflektieren das Bild in Richtung Leinwand. Soll hingegen kein Licht auf der Projektionsfläche erscheinen, dann kippen die Mikrospiegel in Richtung Geräteinneres jedwede Helligkeit der Lampe wird hierbei absorbiert. Die meisten DLP-Projektoren sind Single-Chip- DLP-Geräte , die nur mit einem einzigen DMD-Chip ausgerüstet sind. Doch wie erzeugt ein DLP- P r o j e k t o r seine Farben? Da die Mikrospiegel grundsätzlich nur in der Lage sind, alle Graustufen des Bildes darzustellen (ein Spiegel repräsentiert einen Bildpunkt bzw. Pixel), muss das Bild vorher eingefärbt werden. Dabei kommt ein rotierendes Farbrad zum Einsatz, das in die Grundfarben Rot, Grün und Blau unterteilt ist und mindestens sechs Farbsegmente aufweist (zweimal Rot, Grün und Blau). Durch die hohe Rotation des Rades nimmt das menschliche Auge die nacheinander auf die Bildwand geworfenen Farben als ein ganzes Farbbild wahr, das gesamte Farbspektrum kann somit dargestellt werden. Bei bestimmten Filmszenen mit kritischem Bildinhalt können dennoch im Bild Regenbogeneffekte auftreten, die auf die sequentielle Farbdarstellung zurückzuführen sind. Da die Spiegel bei einem Schwarzsignal kein Licht in Richtung Leinwand reflektieren, sind DLP- Projektoren für ihren hohen Schwarzwert und Kontrast bekannt. Einen Nachteil hat die DLP- Technik dennoch: Da die Spiegel nur zwei Helligkeitszustände darstellen können (Licht auf der Leinwand Weiss; kein Licht auf der Leinwand Schwarz), müssen die Spiegelchen zur Darstellung unterschiedlicher Graustufen unterschiedlich schnell kippen, was sich in halbdunklen Bildbereichen als auffälliges Bildrauschen (Dithering) bemerkbar macht. LCD-Projektoren Schon immer war sich die Unterhaltungselektronik-Industrie bewusst über die zu klobigen Ausmasse von Röhrenprojektoren, weshalb sich schon Ende der achtziger Jahre verschiedene Hersteller auf die Entwicklung von LCD- Projektoren spezialisierten. Grundlage der LCD-Technik (LCD Liquid Crystal Display) sind tausende kleine LCD-Elemente, die sich auf einem LCD- Panel befinden und ihre kristalline Struktur bei anliegender Spannung verändern. Dadurch können je nach Intensität der Spannung alle Graustufen (Helligkeitsstufen) dargestellt werden. Da für Videoapplikation die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau benötigt werden, kommen bei LCD- Projektoren gleich drei solcher Panels zum Einsatz: Das weisse Licht der Projektionslampe wird über dichroitische Spiegel in die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau separiert und zu den jeweiligen Panels weitergeleitet. Nachdem das Licht die LCD-Elemente durchdrungen hat, werden die drei Farbanteile wieder zusammengeführt und gebündelt über das Objektiv auf die Leinwand projiziert. Die Auflösung (und damit auch das Bildseitenverhältnis) des LCD-Projektors wird durch die Anzahl der LCD- Elemente (Pixel) bestimmt: Um Bilder im 4:3- Format verlustfrei darstellen zu können, reichen Panels mit einer Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten (SVGA) völlig aus. PAL-16:9-Bilder hingegen benötigen eine Auflösung von 1024 x 576 Pixeln eben jene Anzahl an Bildpunkten, die beispielsweise NECs DLP-Heimkino- Projektor HT510 nativ zur Verfügung stehen. Mangelnder Schwarzwert und eine sichtbare Pixel-Matrix (auf der Leinwand sichtbare Leiterbahnen zwischen den einzelnen LCD- Elementen auf dem LCD-Panel) waren für lange Zeit die Kritikpunkte der LCD-Technologie. Durch verbesserte Fertigungstechniken in der Panelproduktion werden heute jedoch wesentlich kleinere LCD-Elemente mit TF-Transistoren hergestellt, was die Pixelstruktur retuschiert und den damit verbundenen Fliegengitter- Effekt minimiert. Durch die Verwendung von schwächeren Projektionslampen wird der Schwarzwert deutlich verbessert. Welche Projektionstechnik?[schliessen] |
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