Perspektive 2014 von Erzbistum Paderborn

Weitere Erzbistum Paderborn Kataloge | Perspektive 2014 | 17 Seiten | 2018-04-17

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„auf dein wort hin werfen wir die netze neu aus“ einführung „zur erfüllung … ihres auftrags pastorale perspektive 2014 obliegt der kirche allzeit die mühungen zu sehen und zu hören was die fragen und themen unserer zeit sind und welche schlussfolgerungen wir für den weg des erzbistums in den nächsten jahren daraus zu ziehen haben haben dieses erste jahr meines dienstes wesentlich geprägt zeit zu forschen und sie im licht des evangeliums zu deuschwerte 30 oktober 2004 ten so kann sie dann in einer jeweils einer generation ange einführung messenen weise auf die bleibenden fragen der mensch i zur gegenwärtigen pastoralen situation heit nach dem sinn des gegen1 einsichten aus den pastoralgesprächen 2 ergebnisse der trendmonitor-umfrage 2003 3 weitere bedingungen der pastoralen situation unseres erzbistums 4 ein erster ausblick wärtigen und des zukünftigen lebens und nach dem verhältnis beider zueinander antwort ii pastoraler

10 3 weitere bedingungen der pastoralen situation unseres erzbistums neben diesen themen die aus der begegnung mit immerhin etwa 3 000 haupt und ehrenamtlichen verantwortlichen unseres erzbistums und der trendmonitor-umfrage resultieren sind natürlich auch weitere bedingungen zu berücksichtigen die zur wahrnehmung der pastoralen situation unseres erzbistums von bedeutung sind die zahl der katholiken in unserem erzbistum geht in folge der demografischen entwicklung unserer gesellschaft seit jahren konstant zurück so ist unser erzbistum in den vergangenen 20 jahren um fast 200 000 katholiken kleiner geworden im durchschnitt der letzten jahre sank die katholikenzahl jährlich um etwa 14 000 zurzeit zählt unser erzbistums gut 1 740 000 katholiken der anhaltende rückgang der zahl der priester im aktiven dienst ist hinlänglich bekannt auf absehbare zeit ist hier keine entspannung sondern eher eine verschärfung der situation in sicht der anteil der regelmäßig am

ii pastoraler schwerpunkt „auf dein wort hin werfen wir die netze neu aus“ vor dem hintergrund der pastoralen entwicklung unseres erzbistums in den zurückliegenden jahren und vieler bewährter elemente kirchlichen lebens möchte ich die perspektiven für die nächsten jahre auf der grundlage der ur-kunde unseres glaubens mit meinem bischöflichen leitwort aus dem lukasevangelium ausdrücken „auf dein wort hin werfen wir die netze neu aus“ vgl lk 5,5 damit verbinde ich die hoffnung dass wir in der konzentration auf die wesentlichen herausforderungen zu einem erneuten aufbruch der pastoral gelangen 12 in diesem zusammenhang erinnere ich an den grundgedanken meines ersten hirtenbriefes vom 1 fastensonntag 2003 der unter der Überschrift „verwurzelt im glauben – gestärkt für die zukunft“ die beiden pole unserer gemeinsamen bemühungen benennt die verankerung im evangelium und die offenheit für die fragen sorgen und

14 aufmerksamkeit den ordenschristen und mitgliedern geistlicher gemeinschaften im erzbistum sie in die pastorale arbeit einzubinden und ihren „prophetischen zeichencharakter“ für unsere ortskirche zu würdigen ist für mich ein selbstverständlicher beitrag zu der wichtigen aufgabe des hirtenamtes alle berufungen in der kirche wahrzunehmen und in den dienst des ganzen zu stellen in den pastoralen diensten und aufgabenfeldern hat in den letzten jahren eine gute entwicklung zur kooperation und konzentration begonnen diesen weg müssen wir angesichts der bestehenden pastoralverbünde aber auch vor dem hintergrund neuer herausforderungen noch entschiedener fortsetzen und dabei lieb gewordene gewohnheiten hinter uns lassen die pastoral der gemeinden der pastoralverbünde der einrichtungen und speziellen dienste sowie die seelsorge an besonderen zielgruppen müssen noch stärker aufeinander abgestimmt werden dabei gilt es ebenso mögliche synergieeffekte

diese fundamentalen glaubensaussagen die das konzil erstmals in einen pastoralen zusammenhang gestellt hat beinhalten zentrale für viele ohren gewiss selbstverständliche aber in unserer gegenwärtigen situation hervorhebenswerte teilaspekte zunächst ist jeder mensch als person einmalig und besitzt eine ihm von gott gegebene unverfügbare würde daraus erwächst für uns christen die verpflichtung menschliches leben von der empfängnis bis zum tod zu achten zu schützen und wo not ist helfend zu begleiten an dieser stelle gibt es für christen keine kompromisse die christlichen „ur-zellen“ von ehe und familie werden wir unterstützen und stärken und uns für ihre achtung ihren schutz und ihre unterstützung in gesellschaft und politik einsetzen obwohl die demografische entwicklung besonders die älteren menschen verstärkt in den blickpunkt rückt werden wir auch unser engagement in der jugendpastoral fortsetzen bei der ich bewusst

20 schaften werden wir unsere kräfte konzentrieren um die soziale politische kulturelle und mediale welt mitzugestalten gerade auch letztere wie uns die trendmonitor-umfrage nahe legt und somit der stimme der christen in unserer gesellschaft gehör zu verschaffen besondere aufmerksamkeit werden wir dabei den entwicklungen im schul und bildungssektor der integration von migranten den menschen in notlagen und dem zusammenleben der verschiedenen kulturen und religionen widmen wir werden uns um ein verstärktes ehrenamtliches engagement der christen in unserer gesellschaft und in der weiten welt bemühen und sie durch geeignete bildungs maßnahmen für dieses engagement befähigen die umsetzung dieses zielfeldes wird schwerpunktmäßig ortsnah in den pastoralverbünden und mit unterstützung der mittleren ebene unseres erzbistums erfolgen gerade an diesem dritten punkt unserer zukunftsperspektive wird deutlich dass die besinnung auf das wesentliche unserer

ich zitiere „die gelassenheit des sämanns im biblischen gleichnis sein vertrauen in die kraft des ausgestreuten samenkorns und schließlich seine bereitschaft sich nicht durch bedenken oder mangelnde erfolgsaussichten vom werk der aussaat abbringen zu lassen weisen auf eine grundlegende haltung missionarischer spiritualität hin die ruhe und gelassenheit in aller widersprüchlichkeit des lebens wird zu einer grundhaltung die die christen dazu befähigt in kritische distanz zu allem zu treten was man gemeinhin glaubt und lebt was aber eine breitere und tiefere sicht des lebens zu behindern droht die gelassenheit prägt auch die souveränität des sämanns der aussät ohne erfolg oder misserfolg ernte oder missernte vorauszuwissen das wachsen und gedeihen besorgt gott selbst wer sich von diesem geist der gelassenheit beseelen lässt wird deshalb auch nicht durch misserfolge entmutigt werden.“ 22 was auch immer in den kommenden zehn jahren im

strukturen überdenken und vernetzung auch ökumenisch ausgerichtet fördern pastoralverbünde „mittlere ebene“ der pastoral caritasverbandliche strukturen kommunale strukturen angesichts sich verändernder rahmenbedingungen könne man strukturellen fragen und der notwendigkeit einer stärkeren vernetzung nicht mehr ausweichen dies schließe sowohl eine aufgabenkritik als auch eine konsequente ökumenische zusammenarbeit ein auch innerhalb der caritas sei vor ort eine stärkere und syste 26 matische koordination der dienste einrichtungen und initiativen unterschiedlicher träger überfällig die caritas-vertreter der gruppe plädierten für die angleichung pastoraler und kommunaler strukturen auf der unteren und mittleren ebene man müsse die stadt bzw den kreis als sozialraum der menschen auch als pastorales feld sehen ehrenamt eine kultur der wertschätzung des ehrenamtlichen engagements in allen feldern und auf allen ebenen der kirche

menschen aufgrund ihrer spezifischen talente und fähigkeiten anzusprechen und einzubeziehen auf diesem weg erleben die menschen die kirche als an der eigenen person interessiert gleichzeitig bereichern neue talente und fähigkeiten das kirchliche engagement vor ort 28 pastorale berufe die ausbildung der pastoralen dienste muss anhand der vorgegebenen ziele 2014 überprüft werden theologische pastorale spirituelle und soziale standards müssen formuliert und eingefordert werden aus und fortbildung müssen darauf abgestimmt werden ressourcen und begabungen müssen wahrgenommen wertgeschätzt und gefördert werden die arbeitsgruppe war sich einig dass in den kommenden jahren mehr in aus und fortbildung der pastoralen berufe investiert werden muss – und zwar nach maßgabe der neuen perspektive 2014 hierhin gehören schwerpunktmäßig bereits die berufungspastoral die theologische pastorale spirituelle und menschliche ausbildung und die

eingeladene für die tagung am 30 oktober 2004 in schwerte sie muss den pastoralverbund als wesentliche größe in den blick nehmen das individuelle pastoralkonzept des verbundes zur grundlage nehmen die bereiche des egv aktiv miteinbeziehen unter beachtung von verschlankung und effizienz ein wirksames instrument der personalentwicklung sein die visitation muss auf nachhaltigkeit hin angelegt sein missionarische pastoral wie eine präambel hat die arbeitsgruppe über die drei herausforderungen folgendes geschrieben „kirchenferne räume sind anonyme gott-volle räume.“ die missionarische dimension des glaubens muss in den gemeinden und einrichtungen geweckt werden es braucht einen perspektivenwechsel von innen nach außen in die „räume“ hineinwirken medien riten kunst musik … es geht darum räume anzubieten aber nicht darin zu bleiben kirche an ungewöhnlichen orten missionarische angebote müssen nachhaltig sein hierzu braucht es