Leitlinien für Gemeindepartnerschaften am Ort 2018 von Erzbistum Paderborn

Weitere Erzbistum Paderborn Kataloge | Leitlinien für Gemeindepartnerschaften am Ort 2018 | 8 Seiten | 2018-04-16

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ansprechpartner in den kirchen dr michael hardt fachstelle Ökumene domplatz 3 33098 paderborn tel 0 52 51 8 72 98 02 e-mail generalvikariat@erzbistum-paderborn.de dr michael kappes fachstelle Ökumene domplatz 27 48143 münster tel 02 51 49 52 69 e-mail mkappes@bistum-muenster.de dr gesine von kloeden-freudenberg lippische landeskirche leopoldstraße 27 32756 detmold tel 0 52 31 97 68 51 e-mail gesine.von.kloeden@lippische-landeskirche.de dr johanna will-armstrong landeskirchenamt altstädter kirchplatz 5 33602 bielefeld tel 05 21 59 41 56 e-mail johanna.will-armstrong@lka.ekvw.de die ansprechpartner stehen für weitere beratungen gerne zur verfügung bei ihnen können auch modelle angefordert werden • für Ökumenische partnerschaftsvereinbarungen zwischen evangelischen und römisch-katholischen gemeinden • für rahmenvereinbarungen zwischen mitgliedskirchen der ack • für vereinbarungen zur gemeinsamen nutzung von gebäuden

vorwort wir haben mit dankbarkeit erlebt wie in den letzten jahrzehnten zwischen den christlichen kirchen im bereich westfalen/lippe eine bewegung eingesetzt hat die aufeinander zuführt aus einem über jahrhunderte andauernden feindlichen gegeneinander oder zumindest konkurrierenden nebeneinander hat sich mittlerweile auf allen ebenen ökumenischen handelns ein vielfach selbstverständliches und geschwisterliches miteinander entwickelt dieser ökumenische prozess fand in verschiedenen gemeinsamen veröffentlichungen1 seinen sichtbaren ausdruck an die an dieser stelle ausdrücklich erinnert werden soll unser gemeinsames fundament ist der glaube an den dreifaltigen gott die eine taufe auf seinen namen der glaube an jesus christus den erlöser der welt und sein befreiendes evangelium das in der kirche weiterlebt wenn wir uns der unterschiede in lehre und ordnung unserer kirchen bewusst werden wie sie vor allem in den fragen des kirchenund amtsverständnisses noch

wozu leitlinien für Ökumenische gemeindepartnerschaften die gemeinsame evangelisch-katholische kommission der erz bistümer münster und paderborn der lippischen landeskirche und der evangelischen kirche von westfalen nimmt diesen anstoß der charta und anerkennung prägen den alltag vielerorts besondere ökumenische ereignisse werden zu höhepunkten im kirchenjahr und entfalten strahlkraft über den kirchlichen bereich hinaus in die stadt in das dörfli oecumenica auf mit den vorgelegten leitlinien soll der ökumenische impuls in den gemeinden in der region westfalen/lippe neu belebt und gefördert werden damit vor ort das ökumenische miteinander konkret und ermutigend erfahren wird aus vielen gründen ist die ökumenische situation vor ort sehr unterschiedlich che umfeld in die region aufgaben im sozialen und karitativen bereich werden gemeinsam oder in gegenseitiger absprache getragen telefonseelsorge oder hospizarbeit sind sichtbarer ausdruck

konkrete schritte aufeinander zu die tendenz in dieser situation das ökumenische engagement als zusätzliche aufgabe an die seite zu stellen kann ökumenische kooperation zur entlastung in diesen aufgabenfeldern führen denn die großen herausforderungen vor denen wir stehen und die aufgaben die wir zu bewältigen haben sind ähnlich bereits 1977 haben erzbischof degenhardt1 bischof tenhumberg und präses thimme für unsere kirchen das gemeinsame anliegen formuliert „wonach das maß der verbundenheit in der lehre durch die zusammenarbeit der kirchen im dienst an den christen und an der ganzen gesellschaft zum praktischen und wirksamen ausdruck kommen soll.“ „angesichts vielfältiger orientierungslosigkeit der entfremdung von christlichen werten aber auch mannigfacher suche nach sinn sind die christinnen und christen besonders herausgefordert ihren glauben zu bezeugen dazu bedarf es des verstärkten engagements und des erfahrungsaustausches

welche inhalte sollten Ökumenische gemeindepartnerschaften haben den eigenen als auch in gemeinsamen gottesdiensten oder gebeten zusammenarbeit in kirche und gesellschaft zum wesen christlicher gemeinden gehört es dass sie ihr gemeinsames zeugnis nicht nur vor der welt ausrichten um ihr ein beispiel der gemeinschaft zu geben sondern auch für die welt damit möglichst viele menschen etwas von der güte und liebe gottes zu spüren bekommen vieles im bereich von caritas und diakonie wurde in den letzten jahrzehnten schon im ökumenischen geist miteinander getan die kirchen und gemeinden müssen sich aber fragen „ob sie nicht in allen dingen gemeinsam handeln müssten abgesehen von solchen in denen tiefe unterschiede der Überzeugung sie zwängen für sich allein zu handeln.“ lund 1952 nicht das gemeinsame handeln muss begründet und gerechtfertigt werden sondern das getrennte das gemeinsame fundament der partnerschaft • die heilige schrift

• gemeinsames gespräch • gemeinsamer dienst diakonia Ökumenisches bibelgespräch/bibelwoche was eint – was besuchsdienste für kranke und ältere menschen gemeinsa trennt typisch katholisch – typisch evangelisch einheit und me besuche bei neuzugezogenen ökumenische flüchtlings vielfalt christlicher frömmigkeit z.b feiertage arbeit ökumenische „tafeln“ • begegnungen zwischen mitarbeitern gemeinde • gesellschaftliche verantwortung gremien und gemeindegruppen gemeinsame einrichtungen bahnhofsmission hilfeein Ökumenisches konveniat/ökumenische pfarrkonferenz richtungen für obdachlose arbeitslose suchtkranke eine begegnung zwischen welt-arbeit etc ge gemeindegruppen meinsame beratungs besonders unter ju dienste z b telefonseel gendlichen begeg sorge ehe erziehungs nung zwischen lei lebensberatungsstellen tungsgremien pres zusammenarbeit bei so byterium gemeinde zialstationen kindergär beirat

auf dem weg zu mehr verbindlichkeit die charta oecumenica formuliert „wir verpflichten uns auf allen ebenen des kirchlichen lebens gemeinsam zu handeln wo die voraussetzungen dafür gegeben sind und nicht grün ben wollen können dazu die form der vereinbarung zur gemeindepartnerschaft nutzen eine solche vereinbarung bindet aber sie zwingt nicht sie setzt einen intensiven beratungsprozess in den ge de des glaubens oder größerer zweckmäßigkeit dem entgegenstehen“ aus charta oecumenica ii/4 meinden und den örtlichen leitungsgremien voraus und sollte der kirchenleitung zur zustimmenden kenntnis vorgelegt werden formen und einrichtungen ökumenischer begegnung unsere kirchen und die gemeinden sind lebendig verändern sich aktuell erfahren wir einen besonderen veränderungsdruck in der evangelischen und der katholischen kirche gleichzeitig es geht zuerst um geistlich-missionarische aufgaben aber auch um die bewältigung struktureller krisen wir

offenheit für weitere partner Ökumenisches miteinander umfasst mehr als die evangelischen und katholischen gemeinden an einem ort darum sollte jede ökumenische kooperation offen bleiben für die anderen christlichen kirchen und gemeinden am ort die mitglieder der arbeitsgemeinschaft christlicher kirchen ack sind und den weltweiten horizont der Ökumene das gemeinsame ziel die volle einheit der christen „das gespräch der kirchen über die lehre ist nur ein teil der aufgabe die ihnen heute gemeinsam gestellt ist durch die zusammenarbeit in ihrem dienst an den christen und an der ganzen gesellschaft kommt das maß der verbundenheit in der lehre zum praktischen und wirksamen ausdruck diese zusammenarbeit muss mehr und mehr vervollkommnet werden sie lehrt mitglieder der evangelisch-katholischen kommission für das erzbistum paderborn generalvikar alfons hardt msgr dr michael hardt für das bistum münster weihbischof friedrich ostermann dr michael kappes