Grundlagen und Eckpunkte katholischer Jugendarbeit im Erzbistum Paderborn 2018 von Erzbistum Paderborn

Weitere Erzbistum Paderborn Kataloge | Grundlagen und Eckpunkte katholischer Jugendarbeit im Erzbistum Paderborn 2018 | 25 Seiten | 2018-04-16

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2 lebenswirklichkeiten junger menschen all diese veränderungen brauchen willen und mut • eine grundlegende kultur des willkommens für junge menschen zu schaffen • junge menschen an ihren orten aufzusuchen und jugendgemäße orte einzurichten • stärken und kräfte der jungen menschen zu fördern • hilfe zur lebensbewältigung anzubieten • passagerituale zu entwerfen • bewährtes mitzunehmen • nach neuen innovativen wegen zu suchen und lebendige aufbrüche zu gestalten • freiraum für experimente zu ermöglichen • den sozialraum neu zu entdecken und mitzugestalten 4 eine qualifizierte weiterentwicklung der katholischen jugendarbeit in diesen veränderungsprozessen orientiert sich an den drei zielfeldern der „perspektive 2014“ und hat daher eine geistliche eine diakonische und eine missionarische ausrichtung 4 dabei muss sie die gesamtheit der lebensbezüge junger menschen berücksichtigen

3 grundlagen der konzeptentwicklung katholischer jugendarbeit die lebenswirklichkeiten junger menschen zeigen sich vielgestaltig dynamisch und komplex sie im konkreten lokalen lebensraum wahrzunehmen und zu analysieren ist entscheidende und unverzichtbare voraussetzung bei der konzipierung von katholischer jugendarbeit auf allen ebenen in ergänzung hierzu benötigt katholische jugendarbeit grundlagen die dabei orientierung geben • katholische jugendarbeit im erzbistum paderborn ist sowohl teil des jugendpastoralen wirkens der kirche von paderborn als auch eigenverantworteter teil der kinder und jugendhilfe • katholische jugendarbeit ist ein außerschulisches bildungsangebot mit eigenem profil • katholische jugendarbeit öffnet sich den kindern jugendlichen und jungen erwachsenen mit ihren bedürfnissen sehnsüchten und potenzialen und bietet differenzierte zugänge • katholische jugendarbeit entfaltet ihre ziele in verschiedenen dimensionen diese

eigene ausdrucksformen und kommunikationsstile dadurch tragen sie zur herausbildung einer eigenen identität bei in der sie sich in dieser lebensphase von den vorbildern aus elternhaus schule kirche und gesellschaft bewusst oder unbewusst abgrenzen denn im rahmen ihrer identitätsbildung überprüft und hinterfragt jugend immer auch lebensentwürfe der elterngeneration sowie aktuelle gesellschaftliche verhältnisse • beziehung junge menschen wagen und gestalten beziehungen probieren sich darin aus und definieren sich über ihr beziehungsnetzwerk nach und nach klären sie ihre beziehung zu sich selbst zu ihren mitmenschen zu gott und zur welt sie sind angewiesen auf die beziehung zu gleichaltrigen wie zu Älteren sie benötigen ernsthafte gegenüber die sich ihren beziehungsanfragen stellen und ihnen sowohl reibungsfläche als auch orientierung anbieten • teilhabe/teilnahme junge menschen wollen als vollwertiges mitglied von kirche und gesellschaft

schen ihren platz und ihre beheimatung in der kirche finden können die drei grundvollzüge der kirche spiegeln sich in den verschiedenen feldern katholischer jugendarbeit wider indem junge menschen sich an der person und der botschaft jesu christi orientieren aus dem glauben heraus ihr leben gestalten und in der gemeinschaft mit anderen ihren glauben feiern werden sie zu trägerinnen und trägern dieser grundvollzüge katholische jugendarbeit ist bewusst offen für die innovative und kreative kraft junger menschen und gibt dieser raum und entfaltungsmöglichkeit vgl joel 3,1 „eure söhne und töchter werden propheten sein …“ katholische jugendarbeit fördert die entfaltung einer eigenen altersspezifischen spiritualität junger menschen dies geschieht indem • junge menschen erfahren dass ihr glauben mit ihrem konkreten leben zu tun hat sie bekommen die möglichkeit sich ehrenamtlich zu engagieren und sich für ihre eigenen anliegen

und mitarbeitern in allen bereichen allen handlungsfeldern auf allen ebenen und in allen engagementformen – unabhängig vom einsatz hauptberuflicher und hauptamtlicher kräfte – unverzichtbar die ehrenamtlichen mitarbeiterinnen und mitarbeiter sind die wichtigste stütze katholischer jugendarbeit sie setzen sich mit ihren jeweiligen fähigkeiten und interessen freiwillig und auf zeit in den vielfältigen aufgaben ein durch ihre persönlichkeit und ihre charismen prägen sie wesentlich die praxis und verwirklichen so engagiertes christsein in der mitgestaltung von kirche und gesellschaft dabei tragen die ehrenamtlichen nicht nur zur entwicklung von kirche und gesellschaft bei sondern gewinnen selbst durch ihr engagement durch dieses und ihre teilnahme an aus und weiterbildungsangeboten erweitern ehrenamtliche ihre qualifikationen in selbst und sozialkompetenz in pädagogischer und pastoraler kompetenz in gesellschaftlicher und politischer kompetenz sowie

4.2 vielfältige praxisformen die praxisformen katholischer jugendarbeit müssen den differenzierten aktions und gesellungsformen junger menschen möglichst nahe sein sie müssen deshalb vielfältig offen und durchlässig angelegt sein sowie den aufbau und die entwicklung von beziehungen ermöglichen in dieser vielfalt kann die gesamte bandbreite der themen ideen anliegen und initiativen junger menschen ihren platz finden und die ziele und aufgaben katholischer jugendarbeit realisiert werden die einzelnen praxisformen stehen in ihrer bedeutung und wertigkeit gleichrangig nebeneinander die entscheidung für oder gegen bestimmte formen soll von den jeweiligen konkreten bedingungen abhängen wie z b der situation junger menschen am ort der situation der mitarbeitenden den räumlichkeiten den trägerspezifika etc besonderheiten der geschlechter mädchen und jungenarbeit der altersstufen kinder jugendliche junge erwachsene … und der lebensräume stadt land

sozialraumaktivitäten • mobile projekte • aufsuchende formen/maßnahmen • kooperationen mit beratungsstellen schulen • jugendsozialarbeiterische angebote der treffpunkt als kern jeder offenen jugendfreizeitstätte ist durch ein räumliches atmosphärisches animatives und beziehungs und mitbestimmungsorientiertes angebot von personen und sachangeboten geprägt er lädt jugendliche zu einem selbstbestimmten kommen und gehen ein der sich entwickelnde grad der verbindlichkeit und die intensität werden durch die bereitschaft der jungen menschen bestimmt die von ihnen gestalteten beziehungen kontaktsuche kontaktverweigerung auseinandersetzung macht und distanzbestrebungen rückzug und grenzüberschreitungen bekommen täglich neu ihre chance und dienen 30 der entwicklung und reifung ihrer persönlichkeit so stehen die mitarbeiterinnen und mitarbeiter in der anforderung ständig wechselnde oft unklare rollen in der kommunikation mit kindern

demokratische strukturen auf allen ebenen und wahlen aller führungspositionen subsidiarität bestimmt das handeln der akteure jugendverbände arbeiten in bezug auf ihre ebenen und gliederungen subsidiär gleiches gilt für das verhältnis von ehrenamtlichkeit und hauptberuflichkeit die vorrangstellung der unteren ebenen und der ehrenamtlichkeit wird durch diesen grundsatz sichergestellt in jugendverbänden sind unterschiedliche formen der jugendarbeit lebendig dies geschieht indem jugendverbände einen rahmen für alters und situationsgerechte ausdrucks und gesellungsformen ermöglichen in denen sich junge menschen mit ihren fähigkeiten und bedürfnissen entfalten und ihr miteinander selbst gestalten können • eine wichtige form verbandlichen engagements ist die kontinuierlich und längerfristig angelegte 34 gemischt oder gleichgeschlechtliche gruppe • verbandsmitglieder verbringen ihr miteinander aber nicht nur in der festen gruppe sondern

katholische jugendarbeit eröffnet jungen menschen zweck und funktionsfreie d h selbstbestimmte lebens räume in denen sie sich frei von leistungsdruck und unabhängig von ihrer sozialen herkunft entfalten können damit dies geschehen kann sorgen die verantwortlichen dafür dass kinder jugendliche und junge erwachsene • mit ihren verschiedenen lebensentwürfen und kulturellen ausdrucksformen willkommen sind • als personen ernst genommen werden und erleben dass ihnen etwas zugetraut wird • sich selbst für ihre anliegen einsetzen können oder formen entwickelt werden wie sie ihre interessen vertreten können • die möglichkeit zur selbstorganisation bekommen sowie bei bedarf begleitung in anspruch nehmen können • eigene religiöse ausdrucks und gestaltungsformen entwickeln und leben können • personen finden die offen sind für einen dialogischen austausch über lebens und glaubensfragen die pfarrei schafft für das

vielfältige praxisformen im pastoralen raum • • jugendverbände offene jugendarbeit pfarreien jugendbildungsstätten vernetzt im forum katholischer jugendarbeit im pastoralverbund personale begegnung kulturell evangelisierend ekklesial politisch sozialpädagogisch entfaltung in fünf dimensionen ziele katholische jugendarbeit grundlagen der konzeptentwicklung • und mitarbeiter in allen bereichen der katholischen jugendarbeit zu unterstützen und in zugeordneten bereichen den einsatzrahmen für die hauptberuflichen mitarbeiterinnen und mitarbeiter zu gestalten und weiterzuentwickeln • die weiterentwicklung der konzeption in allen bereichen katholischer jugendarbeit in dialogischen prozessen der beteiligten im erzbistum zu unterstützen und zu fördern • großveranstaltungen der gesamten katholischen jugendarbeit ggf in kooperation mit anderen trägern zu planen zu koordinieren und durchzuführen unterstützung diözesan und