klaus eidenschink ist geschäftsführer der consultingfirma eidenschink partner leiter von hephaistos coaching-zentrum münchen und selbständiger psychotherapeut und supervisor in münchen e-mail info@eidenschink.de karin horn-heine siehe nächste seite 2 3 wie kunden ihren berater finden alles zufall oder zu wem führt uns das unbewusste sucht jemand beratung befindet er sich in einer situation die ihm unangenehm ist und aus der er sich mit eigenen mitteln nicht befreien kann diese unbefriedigende situation soll verbessert werden aber die menschliche psyche ist ambivalent ein teil wünscht sich veränderung aber ein anderer teil will den status quo erhalten wie das dilemma gelöst wird welche art von beratern suchen sich menschen z.b jene mit angst vor ihren gefühlen mit einer gewissen wahrscheinlichkeit solche die ihnen erklären dass mit verstand und willen ihre ziele erreichbar sind · welche berater suchen jene die angst haben entscheidungen zu treffen sicher auch verstärkt solche die mi
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karin horn-heine ist dipl psychologin selbständige beraterin supervisorin coach und psychotherapeutin leiterin von hephaistos coaching-zentrum münchen e-mail horn-heine@hephaistos.org bewusste dies zugrundelegend ergeben sich im prinzip bei der beratungswahl nun folgende zwei möglichkeiten mit unterschiedlichen varianten der klient ist mit seinen Ängsten und vermeidungskräften identifiziert variante 1 die wünsche und ziele sind unbewusst solche klienten werden in der regel vom vorgesetzten oder von der personalabteilung oder vom partner «geschickt» «mein chef meint dass ich zu hart mit meinen mitarbeitern bin aber der weiss nicht dass es mit denen gar nicht anders geht!» solche klienten werden naheliegenderweise zu beratern geschickt die sie verändern sollen der psychologisch geschulte soll den klienten erleuchten und ihn der veränderung nahe bringen die klienten nehmen den berater als bedrohung wahr und bremsen diesen meist äusserst kunstvoll durch scheinkooperation aus variante
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übernehmen verantwortung für den klienten und versuchen mehr oder weniger verdeckt dessen probleme zu lösen der klient muss dadurch seine inneren konflikte nicht austragen und integrieren sondern versucht über einen «mittelweg» aus dem zwiespalt herauszufinden die spaltung der beratungsschulen die beratungs und therapieszene spaltet sich seit jahrzehnten weitgehend in zwei lager die bisher leider die voraussetzungen der lagerbildung nicht aufklären konnten sondern statt dessen im neben oder gegeneinander verharren etwas holzschnittartig formuliert finden sich auf der einen seite die sogenannten lösungs und ressourcenorientierten ansätze die sich entschieden haben mit dem teil der klienten zu arbeiten der sich verändern möchte und auf der anderen seite stehen die sogenannten problem klärungs und defizitorientierten ansätze die sich bevorzugt den teilen widmen die den veränderungswünschen entgegenstehen die wechselseitigen vorwurfsstrukturen sind bekannt werfen die einen den anderen
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wenig rechenschaft darüber ablegen müssen was sie selbst zur wahl der eigenen beratungsrichtung bewogen hat etwas provokant und sicherlich überspitzt formuliert die vorstellung dass zwanghafte menschen sich der verhaltenstherapie zuneigen hysterische eher gestalttherapie oder psychodrama machen schizoide die psychoanalyse bevorzugen depressive die hypnotherapie klasse finden phobische sich in den normativen ordnungen der familienaufstellungen wohl fühlen und menschen mit regressionswünschen die transaktionsanalyse entgegenkommt stiftet bei kunden sicherlich nicht unbedingt vertrauen da sich in diesem fall theoretische und praktische unterschiede zwischen den schulen mit unbewussten Ängsten und wünschen der theoretiker und praktiker mischen würden zum schaden der klienten welcher berater möchte sich schon eingestehen dass die art der beratung von der man so überzeugt ist auch der eigenen persönlichen angst struktur am besten entspricht aber wie immer wenn man eigenes nicht reflektiert
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2 dialogische beziehungsgestaltung was passiert nun wenn der berater im erstgespräch nicht automatisch mit den veränderungsvorstellungen des coaching-anfragenden mitgeht sondern seine veränderungs-ideen dagegen setzt wie z.b dass es wichtig für den klienten ist dem ängstlich-vermeidenden teil der persönlichkeit raum zu geben gerade manager und führungskräfte sind es sehr gewohnt dass ihre umwelt ihren anliegen und wünschen ohne nachfragen zu diensten ist ein berater der das nicht tut setzt eine irritation mit der er umgehen können muss die verführung in den bezugsrahmen des klienten einzusteigen indem in gutes angestrebtes und schlechtes gezeigtes verhalten gewertet wird ist gross da damit ja den erwartungen entsprochen wird wie bereits dargestellt jedoch mit den fatalen folgen dass damit die einschränkenden botschaften eher verstärkt würden diese psychodynamik lässt sich auch sehr gut mit dem konzept des «skriptes» einem begriff aus der transaktionsanalyse beschreiben verstanden
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sich diese immer wieder zu bestätigen die wirklichkeit wird so gestaltet dass sie zum einmal beschlossenen skript passt es liegt nun nahe dass dieses skript den klienten auch bei der gestaltung der beratungsbeziehung beeinflusst z.b in dem sinn dass der berater helfen soll ein bestimmtes unerwünschtes verhalten auszumerzen dabei ist es nun wichtig als berater ein verständnis von solchen skriptmuster egal wie man sie nun bezeichnet zu haben und zu wissen wie sich eine solche psychodynamik schon im erstgespräch äussern kann wie bereits oben erwähnt wird jemand der sich im tiefsten inneren unfähig fühlt und sich nichts zutraut vermutlich wohler bei einem berater fühlen der als fachexperte auftritt und ihm vermittelt was zu tun ist hat dieser berater evtl selbst noch unbearbeitete Ängste nicht gut genug zu sein und hat dies über leistung kompensiert so ist er sicherlich gefährdet zuviel verantwortung für das angestrebte ziel zu übernehmen so greifen diese beiden dynamiken verstärkend in
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