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Seite 70 von Rosa zwischen Lust und Frust von Aids-Hilfe Schweiz70 Wenn ein Mädchen sexuelle Gewalt erfährt, muss sie ermutigt werden, sich helfen zu lassen und über ihre Erfahrungen zu sprechen (mit Verwandten, Freundinnen oder anderen Personen ihres Vertrauens) oder zu einer Beratungsstelle zu gehen. Die Beraterinnen sind verständnisvoll, und sie braucht keine Angst zu haben, dass man ihr vorwerfen würde, sie sei selbst am Geschehenen schuld. Und vielleicht das Wichtigste man wird ihr glauben. Was ein Mädchen in dieser Situation ausserdem braucht, sind einfühlsame und verständnisvolle Freunde. Wenn sie einen Freund hat, dann sollte er ihre Gefühle und Ängste respektieren. Und er sollte ihr versichern, dass er auf keinen Fall versuchen wird, sie zu sexuellen Aktivitäten zu überreden, zu denen sie nicht bereit ist. Es ist wichtig, dass sie selbst bestimmt, wozu sie bereit ist siehe S. 20). Das gilt natürlich für jede Beziehung, erhält aber umso grössere Bedeutung, wenn ein Mädchen Missbrauchserfahrungen gemacht hat. Wenn ein Mädchen oder eine Frau vergewaltigt wurde, sollte sie sich sofort an eine der dafür eingerichteten Beratungsstellen oder Notrufe wenden. Dies gilt auch für den Fall, dass sich eine Frau bedrängt oder bedroht fühlt. In beiden Fällen wird so schnell wie möglich die Hilfe geboten, die sie braucht. Falls sie eine Anzeige machen möchte, wird sie dazu ermutigt werden und bei diesem schwierigen Weg Unterstützung finden. Wenn das Ereignis schon länger zurückliegt, so kann man sich bei einer Opferberatungsstelle (oder bei einer Frauenberatungsstelle, Adressen siehe S. 123) beraten lassen, ob und wie eine Anzeige noch möglich ist. Die Opferberatung ist kostenlos.[schliessen] |
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