Liebe, Lust & Schutz /Männer von Aids-Hilfe Schweiz

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Sieben von zehn aller Schweizer und Schweizerinnen träumen von einem erotischen Abenteuer vier von zehn haben schon mindestens einmal einen Seitensprung gemacht. Sie leben in einer festen Beziehung oder Ehe. Sie sind beide HIV-negativ, haben sich also auch früher nicht mit dem HI-Virus (HIV) infiziert (eine Infektion mit dem HI-Virus ist die Ursache von Aids). Sexualität wollen Sie und Ihre Partnerin ausschliesslich in dieser Beziehung erleben. Sie haben ein Superverhältnis zur Partnerin oder zur Ehefrau: Sie sind sich treu! Wenn es trotzdem mal dumm gelaufen ist ein schwacher Moment, wer weiss es noch: irgend so eine Sexgeschichte, und dann noch ohne Präservativ, oder das Ding ist geplatzt oder abgerutscht. Dann können Sie dies Ihrer Partnerin oder Ehefrau eingestehen. Selbstverständlich verwenden Sie jetzt die nächsten drei Monate Präservative in der Beziehung und machen dann einen HIV-Test. Wenn er negativ ausfällt, ist alles nochmals gut gegangen. Sonst stellen


Das Hepatitis-B-Virus (HBV) wird auf ähnliche Weise übertragen wie das HI-Virus, aber leichter als dieses, und führt in etwa 5 bis 10% der Fälle zu einer chronischen Leberentzündung. Glücklicherweise gibt es eine Impfung gegen HBV (vgl. Seite 39). Q Ausfluss aus der Harnröhre in unterschiedlicher Menge und Farbe Q Brennen beim Wasserlösen, Juckreiz im Bereich der Harnröhre Q Schmerzen und Schwellungen im Bereich der Hoden Q Geschwüre, Bläschen, Wucherungen, Rötungen und Juckreiz am Penis oder an den Hoden Q Hochroter Gaumen und Rachen Q Dumpfer Schmerz im Enddarm Q Ausfluss aus dem Enddarm Q Wucherungen, Bläschen am Anus Diese Beschwerden können Anzeichen einer sexuell übertragbaren Krankheit sein, die rechtzeitig erkannt gut behandelt werden kann. [Eine Infektion mit HIV hingegen können Sie so nicht erkennen. Sie führt nicht zu diesen körperlichen Beschwerden (vgl. auch Seite 41).] o9 Informieren Sie sich zur Impfung gegen Hepatitis B Gehen Sie bei folgenden Sympt


mit einer Prostituierten eine Infektion mit HIV oder eine andere sexuell übertragbare Krankheit zu holen, ist klar gegeben, nicht nur auf dem Drogenstrich und nicht nur im Ausland. Übrigens: Wenn Sie sich ohne Kondom französisch (mit dem Mund) verwöhnen lassen, dann besteht für Sie zwar keine Gefahr einer HIV-Infektion aber Sie können sich dabei z.B. einen Tripper oder Herpes einhandeln. Und selbstverständlich können Sie die Prostituierte infizieren, auch mit HIV. Mehr Informationen finden Sie unter www.don-juan.ch. Sex mit einem Mann Auch Männer, die auf Frauen stehen, haben vielleicht einmal ein Abenteuer mit einem anderen Mann im Park, in einer Sauna, oder auch einfach so bei einer anderen Gelegenheit. Denken Sie an zwei Dinge: Das HI-Virus ist bei Männern, die Sex mit Männern haben, stärker verbreitet. Und Analsex ist die sexuelle Praxis mit dem höchsten Risiko einer HIV-Übertragung für den aktiven Part ebenso wie für den passiven. Also: Bestehen Sie in jedem Fall a


Das Risiko ist ja sowieso sehr gering, dass man auf eine HIV-positive Person trifft. Oder? Selbstverständlich kann eine HIV-Übertragung nur stattfinden, wenn eine der Personen das Virus in sich trägt und das sind nur etwa 20000 Menschen in der Schweiz (was etwa der Einwohnerzahl der Stadt Zug entspricht!). Können Sie ausschliessen, dass Ihre Partnerin eine dieser 20 000 Personen ist? (Eine kleine Rechnung: Wenn Sie mit sieben Frauen schlafen, die in ihrem Leben vorher bereits mit sieben anderen Männern geschlafen haben, die ihrerseit bis dahin mit sieben Frauen geschlafen hatten dann sind in diesem Netz 350 Menschen miteinander verbunden. Einer davon ist statistisch gesehen eine der 20 000 HIV-positiven Personen in der Schweiz.) Und zur Erinnerung: Trotz der wenigen HIV-positiven Personen werden jährlich in der Schweiz neu 600 bis 800 Infektion mit dem HI-Virus festgestellt ... Ich bin allgemein nicht anfällig auf Krankheiten. Ein robustes Naturell erspart Ihnen vielleich


Wenn Sie sich von Ihrer Partnerin mit dem Mund befriedigen lassen (sich einen blasen lassen, französisch, Blow- Job, Fellatio), besteht kein HIV-Risiko für Sie, auch wenn Ihre Partnerin HIV-positiv sein sollte. Die Virenmenge im Speichel eines infizierten Menschen ist zu gering für eine Übertragung des HI-Virus. Hingegen können Sie Ihre Partnerin infizieren, falls Sie HIVpositiv sind und Ihr Sperma in den Mund der Partnerin gelangt. Ziehen Sie sich also rechtzeitig zurück! Im Falle einer Panne sollte Ihre Partnerin als Notfallmassnahme das Sperma ausspucken und den Mund mit lauwarmem Wasser gründlich spülen. Die klare Flüssigkeit, die vor dem Samenerguss austritt, nennt man Lusttropfen. Der Lusttropfen stellt bei Oralverkehr nach bisherigen Erkenntnissen kein Risiko dar. Wenn Sie Ihre Partnerin mit dem Mund befriedigen (lecken, auf die Vagina küssen, Cunnilingus), besteht auch dann kein Risiko, wenn Ihre Partnerin HIV-positiv ist; ausser während der Periode: Dann nämlich


Das kleine Einmaleins zum Präservativ Verpackung öffnen Jedes Präservativ ist einzeln in einer Folie verpackt. Solange die Verpackung ein Luftkissen enthält, ist alles bestens. Die Folie vorsichtig an der Einreisskerbe aufreissen. Das Präservativ sorgfältig herausdrücken. Wenn nicht sicher ist, dass alles okay ist, besser ein neues Präservativ nehmen. Präservativ aufsetzen Um das Präservativ überzurollen, zuerst die Vorhaut ganz zurückziehen. Das immer noch aufgerollte Präservativ mit Daumen und Zeigefinger am Reservoir festhalten und auf die Eichel setzen. Im Präservativ darf keine Luft sein. Immer darauf achten, dass das Präservativ mit der richtigen Seite aufliegt. Das ist der Fall, wenn der Gummiring nach aussen schaut und sich das Präservativ problemlos abrollen lässt. 26 So verwenden Sie Präservative


Sie können auch ausprobieren, einen Tropfen Gleitmittel in das Reservoir des noch zusammengerollten Präservativs zu geben, bevor Sie es über den Penis abrollen. Manche Männer finden, dies steigere ihr Lustgefühl. Wo kaufen? Kondome und geeignete Gleitmittel gibt es in jedem Supermarkt, aber auch in Drogerien oder Apotheken. In Kondomshops oder im Internet können Sie sich die ganze Angebotspalette ansehen und aussuchen. Hier finden Sie extraenge oder im Gegenteil superweite Präservative, solche aus Polyurethan, in allen Farben und Geschmacksrichtungen. Jährlich werden in der Schweiz mehr als 18 Millionen Kondome verkauft. Kondomshops im Internet? Zum Beispiel www.shop.aids.ch, www.praeser.ch oder www.condomeria.ch. 31 Es ist heute so selbstverständlich, Kondome zu kaufen, wie Deos oder Zahnpasta.


Weitere Übertragungswege Q Gemeinsamer Gebrauch von Spritzutensilien beim Drogenkonsum Q Übertragung von der Mutter auf ihr Kind während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder beim Stillen Q In ärmeren Ländern beispielsweise auch über nicht kontrollierte Blutprodukte oder nicht sterile Spritzen bei medizinischen Behandlungen oder über nicht sterile Instrumente bei der männlichen Beschneidung, der weiblichen Genitalverstümmelung, beim Anbringen von Tattoos oder Ziernarben usw. Das HI-Virus wird aber nicht im Alltag übertragen Weder durch Mückenstiche noch beim Händeschütteln, weder auf der Toilette noch beim Sport oder beim Essen aus einem Topf, Trinken aus dem gleichen Glas, weder durch Umarmungen noch beim Küssen und auch nicht beim Schmusen oder beim Petting (gegenseitige sexuelle Befriedigung mit den Händen). Mehr Information zur Krankheit und zum Verlauf der Infektion finden Sie in der Broschüre HIV/Aids Heutiger Wissensstand (Bestelladresse S. 2) oder im Intern


Der HIV-Test Nach einer Ansteckung mit dem HI-Virus beginnt der Körper, eine Abwehr gegen den Eindringling aufzubauen; er bildet spezifische Antikörper. Die heute üblichen Testverfahren suchen nach diesen HIV-Antikörpern im Blut. Werden Antikörper nachgewiesen, ist das Testergebnis positiv werden keine Antikörper gefunden, lautet das Testergebnis negativ . HIV-Antikörper-Suchtests können also eine HIV- Infektion nachweisen positiv bzw. ausschliessen ( negativ ). Achtung: Da es bis zu drei Monate dauern kann, bis diese Antikörper in genügender Menge gebildet werden, kann eine Infektion mit dem HI-Virus erst nach dieser Frist zuverlässig ausgeschlossen werden. Ein Test vor Ablauf dieser Zeit bietet keine Gewissheit, dass in der Risikosituation keine HIV-Übertragung erfolgt ist. Eine Beratung in dieser Zeit kann aber gleichwohl hilfreich sein. Ein positives HIV-Testresultat hätte vielfältige persönliche, medizinische, rechtliche und gesellschaftliche Konsequenzen. Deshalb i


Pilzerkrankungen Äussern sich oft durch Juckreiz, Schmerzen und Ausfluss. Heilbar Trichomonaden Eine Infektion mit Einzellern, die sich in Juckreiz, Brennen beim Wasserlösen und Ausfluss äussern kann. Oft unbemerkt (symptomlos). Heilbar Feigwarzen an den Geschlechtsorganen und am Anus Durch Viren (Humanes Papilloma-Virus) verursachte Warzen vor allem an Geschlechtsorganen und am After. Schlimmste mögliche Folgen: Krebs des Gebärmutterhalses (Frauen) oder Enddarm- bzw. Analkrebs (Frauen und Männer). Die Feigwarzen im Innern der Vagina oder im After sind zuweilen nur bei einer gezielten ärztlichen Untersuchung zu erkennen. Behandelbar Filzläuse/Krätzmilben Filzläuse nisten sich vor allem in den Schamhaaren ein, Krätzmilben bohren sich in die oberste Hautschicht (ganzer Körper). Folge: Juckreiz (vor allem nachts), Hautflecken, kleine Blutungen. Heilbar 44 Impressum Herausgeber: Aids-Hilfe Schweiz, Bundesamt für Gesundheit Text und Redaktion: Lukas Meyer Gestal


Jedes Jahr erfahren in der Schweiz ein paar hundert Männer, dass sie sich beim ungeschützten Sex mit einer Frau oder einem Mann mit dem HI-Virus dem Auslöser von Aids - angesteckt haben. Die Infektion ist auch heute noch nicht heilbar! So einfach sind die Regeln, die vor dem HI-Virus (HIV) schützen In allen Regionen der Schweiz gibt es Aids-Hilfen. Sie bieten kompetente persönliche und telefonische Beratung zu Liebe und Lust sowie zum Schutz und zu allem, was Männer über HIV/Aids und sexuell übertragbare Krankheiten wissen sollten. Die Adressen stehen im Telefonbuch, im Internet (www.aids.ch) oder können unter 044 447 11 11 (Aids-Hilfe Schweiz) erfragt werden. Bei eindringendem Verkehr ob vaginal oder anal immer Präservative verwenden. Keine orale Befriedigung der Partnerin während ihrer Menstruation. Kein Samenerguss in den Mund, kein Sperma schlucken.


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