Ausgewählte Seiten von HIV-positiv - was tun?
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Affrancare p.f.
Aids-Hilfe Schweiz
Postfach 1118
8031 Zürich
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Gesprächsgruppe, und alle haben gesagt, sie würden das nicht mehr so
vielen erzählen. Alles verändert sich dadurch schlagartig,
gerade im
Geschäftlichen, wo man sich emotional ja nicht so nahe ist. Da fühlen sich
viele schon abgestossen. Ich habe dann eine Psychotherapeutin aufgesucht, ganz am Anfang schon. Ich wollte mit jemandem reden können,
trotzdem. Das ist gut. Es nimmt den Druck, mit anderen darüber reden zu
müssen.
Thomas, 34 Jahre
Ich habe mich dann in das Outing gestürzt, das ist mein Weg gewesen, um
damit fertig zu werden. Im Schwulenkreis habe ich mich schon bald geoutet,
bei meinen Eltern ist es noch ein Viertel- oder ein halbes Jahr gegangen.
Daniel, 37 Jahre
Auch wenn die Familie nichts wissen soll: Schliess dich nicht ein. Das rate
ich allen. Du bist so allein in der fremden Kultur. Vielleicht weist dich der
Mann zurück, die Familie. Dann sind wir da.
Aisha, Mitglied der Association Solidarit Femmes Africaines de Gen ve
(Adresse S. 45)
Übrigens: Die
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Mit den Jahren nimmt die ständige Zerstörung von CD4-Zellen zu; die Zellen
können sich immer schlechter erholen und sind immer weniger funktionstüchtig.
Die heute verfügbaren medizinischen Therapien hindern das
Virus daran, sich in den CD4-Zellen zu vermehren. Sie können das Virus selbst nicht zum Verschwinden bringen, bremsen oder stoppen aber die Zerstörung des Abwehrsystems.
(Mehr dazu auf den Seiten 15ff. und 28f.)
Wenn das Abwehrsystem deutlich geschwächt ist, kann sich der Körper nicht
mehr genügend gegen neue, andere Krankheitserreger wehren. Jetzt können
verschiedene Krankheiten ausbrechen, die ohne die Schwächung des Abwehrsystems nicht oder nur selten auftreten: z.B. Pilzinfektionen des Mundes und
des Rachens, Tuberkulose, eine spezielle Lungenentzündung und weitere
mehr.
Ich hatte so extreme Probleme mit dem Zahnfleisch, dass ich notfallmässig in die Zahntechnische Klinik am Unispital musste. Der Oberarzt sagte
sofort, dass ich HIV-positiv sei oder dass Aid
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2)
Eine Kombinationstherapie ist in der Regel erst dann nötig, wenn das
Immunsystem schon geschwächt ist also meist erst einige Jahre nach der
Infektion mit dem Virus. Es ist deshalb wichtig, dass Sie zuerst abklären lassen, wie Ihr aktueller Gesundheitszustand ist und wie er sich entwickelt (siehe
Seite 24f. und 28ff.). Bei regelmässigen Terminen mit Ihrem Arzt oder Ihrer
Ärztin können Sie sich darüber informieren.
3)
Für den Erfolg einer Kombinationstherapie gegen HIV ist es entscheidend, dass man die Medikamente genau nach Plan einnimmt. Man sollte keine Einnahme vergessen ein-, zwei- oder dreimal am Tag, sieben Tage
die Woche und auch während der Ferien. Die Gefahr ist sonst gross, dass das
HI-Virus auf die Medikamente nicht mehr anspricht und die Therapie nicht
mehr nützt. Fragen Sie sich daher vor dem Therapiebeginn, ob Sie genügend
darauf vorbereitet sind, ob Sie die Therapiebedingungen einhalten können und
wollen. Besprechen Sie, wenn Sie so weit sind, mit dem A
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Kreisschreiben 02/10 vom 19. Dezember 2002). Schliessen Sie unbedingt
eine Krankenversicherung ab, wenn Sie noch keine haben.
Bei hier lebenden Personen ohne Wohnsitz (z.B. Personen, die direkt nach der
Einreise in eine Strafanstalt eingewiesen wurden) übernehmen während dem
Aufenthalt andere Institutionen die Kosten für eine ärztlich notwendige
Behandlung. (Dies gilt allerdings nicht für Ferienaufenthalte!)
Wenn Sie im Zusammenhang mit der Krankenversicherung oder der Kostenübernahme Fragen haben, dann berät Sie die Rechtsberatung der Aids-Hilfe
Schweiz gerne: Telefon 044 447 11 11. In Notfällen kann die Aids-Hilfe
Schweiz aus ihrem Solidaritätsfonds auch Geldbeiträge bereitstellen, wenn
z.B. Franchise und Selbstbehalt sonst nicht bezahlbar sind. Kontaktieren Sie
dazu die Aids-Hilfe in Ihrem Kanton.
3.
Was tun bei Sprach- und Verständigungsschwierigkeiten?
Mit Schwarzafrikanern unterhalte ich mich meist auf Französisch oder Englisch. Das klappt recht gut. Nur eine kam
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Der nächste Termin
Wann der nächste Termin stattfindet, das muss letztlich der Patient oder
die Patientin bestimmen. Manche fragen: Haben Sie morgen nochmals
Zeit? Und dann können sie morgen wieder kommen, das ist klar. Andere
wollen für den Moment gar nichts mehr wissen. Dann mache ich eine Empfehlung.
S. N., Arzt
Ich verdrängte das völlig. Suchte einen Job. Lebte wie eh und je. Ich wollte nichts wissen von dem ganzen HIV-Zeug. Ich wollte gleich sein wie die
andern. Obwohl ich wusste: Ich bin's nicht mehr.
Tanja, 35 Jahre
Sie sind frei, wann Sie wieder zu einem Arzt oder zu einer Ärztin gehen. Es
lohnt sich aber, mit der nächsten ärztlichen Untersuchung nicht länger als ein
bis drei Monate zu warten. Sie ist wichtig: Der Arzt oder die Ärztin kann offene Fragen beantworten. Und vor allem ist es hilfreich, eine Standortbestimmung zu machen: Ist die allgemeine Gesundheit gut? Ist die Immunabwehr
intakt oder zeigen sich Schwächen? Das sollte man jetzt feststellen, damit
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2)
Die Virusmenge im Blut, auch Viral Load genannt. Unter sehr gut wirksamen Therapien vermehren sich die Viren im Körper so wenig, dass sie im
Blut nicht mehr gemessen werden können. Ohne Behandlung kann die Virenmenge einige Tausend pro Milliliter Blutplasma betragen, aber auch auf über
eine Million steigen.
(Vorläufiger) Verzicht auf eine Therapie?
Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, um sich für oder gegen eine Therapie zu entscheiden. Vielleicht geht Ihnen das alles zu schnell. Dann warten
Sie zu! Vielleicht brauchen Sie mehr Informationen. Dann lassen Sie sich vom
Arzt oder von der Ärztin erklären, was Sie wissen wollen.
Es ist Ihr Entscheid, ob Sie eine Therapie beginnen wollen oder nicht. Es geht
um Ihre Gesundheit. Niemand kann Ihnen diese Verantwortung abnehmen, niemand kann Sie zu einer Therapie zwingen und niemand darf Ihnen eine Therapie vorenthalten, wenn sie aus medizinischen Gründen angebracht ist und
Sie diese wünschen. Besprechen Sie Ihre diesbe
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Gegenüber Ihrem festen Partner oder Ihrer festen Partnerin ist es nur
schon ein Gebot des Anstandes und der Fairness, Ihre Diagnose offen zu
legen. Dies gibt ihr oder ihm die Chance, sich selber ebenfalls auf HIV testen
zu lassen und gegebenenfalls medizinische Betreuung in Anspruch zu nehmen.
Zudem können Sie dann gemeinsam überlegen, wie Sie mit der Situation
umgehen wollen.
In diesem Zusammenhang gibt es auch Ausnahmen von der Regel, dass Ihre
Diagnose niemandem ohne Ihre Einwilligung mitgeteilt werden darf:
Wenn Sie das Virus wissentlich auf Ihren Partner oder Ihre Partnerin
übertragen, dann gilt das im Rahmen des Strafrechts als schwere Körperverletzung. Je nach kantonaler Gesetzgebung ist der Arzt oder die Ärztin in diesem Fall und nur in diesem berechtigt (aber nicht verpflichtet), der Polizeibehörde Meldung zu machen bzw. in einem Prozess auszusagen.
Wenn Ihr Arzt überzeugt ist, dass Ihr Sexualpartner oder Ihre Sexualpartnerin über Ihre Krankheit informie
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Kräuter, Essen, Alkohol, Rauchen,
Sport ...
Nach dem ersten Schock habe ich sämtliche Sachen hervorgenommen, mit
denen ich mein Immunsystem stärken könnte. Als ich mit den Drogen aufgehört hatte, da bin ich gerade ins Gegenteil gekippt: keine Kopfwehtabletten mehr, keine Medikamente, nichts. Dafür hochdosiert Vitamin C
und Johanniskraut. Manchmal muss ich jetzt fast darüber lachen: mit
Grüntee und Vitamin C Aids heilen zu wollen ...
Doris, 40 Jahre, positiver HIV-Test 1986, Therapiebeginn 1996
Am Anfang kommen so fatalistische Gedanken. Ach, was soll das, was soll
ich jetzt auf meine Gesundheit achten. Das bringt ja jetzt auch nichts
mehr. Aber jetzt plane ich, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich werde in
Zukunft viel mehr an mich denken. Das Geschäft muss etwas zurückstehen.
Martin, 40 Jahre, positiver HIV-Test 2001
Die Diagnose HIV-positiv erfordert grundsätzlich keine unmittelbare Änderung
des Lebensstils, ausser in einem Bereich: im sexuellen Verhalten. Es ist also
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www.infekt.ch Die Site des Fachbereichs Infektiologie des Kantonsspitals
St. Gallen mit nützlichen, aktuellen Artikeln zu HIV (auf Infektionskrankheiten
klicken, dann auf HIV )
www.aidshilfe.de Die Site der Deutschen AIDS-Hilfe mit umfassenden Informationen
Französischsprachige Sites
www.groupesida.ch Site der Groupe sida Gen ve (Genfer Antenne der
Aids-Hilfe Schweiz) mit unter anderem Grundinformationen zu HIV/Aids, zur
Prävention und für Menschen mit HIV/Aids
www.sida-info-service.org Site der französischen ligne d coute mit 24-Stunden-Beratungstelefon und vielen Links und Informationen
Englischsprachige Sites
www.aegis.com Unabhängige Site mit vielfältigster, profunder Information
www.aidsmap.com Site eines Netzwerkes von NGO in Grossbritannien mit
aktueller Information (Versionen auch in Französisch, Spanisch und Portugiesisch)
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Aids-Hilfe Schweiz, Konradstrasse 20, Postfach 1118, 8031 Zürich
Für Bestellungen: Telefon 044 447 11 13, Fax 044 447 11 14
shop@aids.ch, www.shop.aids.ch
Für weitere Auskünfte: Telefon 044 447 11 11, Fax 044 447 11 12
aids@aids.ch, www.aids.ch
ZEWO, Schutzmarke für gemeinnützige Institutionen
Spendenkonto
Aids-Hilfe Schweiz, Zürich, 80-23678-6
Ich bin mit trockenem Mund und Herzklopfen dagesessen
und habe nicht gewusst, was sagen. Ich war ja noch nicht so
informiert. Das war an einem Freitag. Ich bin mit diesem
Wissen und einem Stück Papier auf den Heimweg und habe
mir überlegt, wie ich das meiner Frau sagen sollte.
Was ich empfehle? So schnell wie möglich zu einem guten Arzt
zu gehen. Nicht abwarten und selber versuchen, das in den
Griff zu bekommen. Schon dieses eine Wochenende, das
kam mir vor wie Jahre. Darum: Sofort einen Arzt suchen und
fragen. Alleine kommt man nicht weiter.
Thomas, 35 Jahre, positiver HIV-Test vor drei Jahren
Ich war schockiert, und wä
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